Blog · Rückblick

Jugendengagementkongress 2026

Zehn Jugendliche waren vom 20. bis 24. Mai 2026 beim Jugendengagementkongress der bpb in Berlin. Fünf Tage Workshops, Austausch und Impulse fürs eigene Engagement.

Auf einen Blick
Zeitraum
20. bis 24. Mai 2026
Teilnehmende
zehn Jugendliche der Kulturenwerkstatt
Rahmen
Jugendengagementkongress (JUKO) der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb), Berlin
Art der Veranstaltung
Kongress · politische Bildung

Zehn Jugendliche der Kulturenwerkstatt reisten vom 20. bis 24. Mai 2026 zum Jugendengagementkongress (JUKO) nach Berlin. Die Veranstaltung wird jedes Jahr von der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) organisiert und bringt junge Engagierte aus ganz Deutschland zusammen. Fünf Tage lang konnten die Teilnehmenden neue Kontakte knüpfen, Erfahrungen austauschen und Anregungen für ihr eigenes Engagement sammeln.

Der Kongress begann mit der Verleihung des Jugenddemokratiepreises im Umweltforum. Die Auszeichnung würdigt den besonderen Einsatz junger Menschen für Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier war an diesem Abend zu Gast. Einige Jugendliche aus der Gruppe hatten sogar die Gelegenheit, ihn persönlich kennenzulernen.

In den folgenden Tagen stellten sich die Jugendlichen ihr Programm nach ihren eigenen Interessen zusammen. Ein Workshop beschäftigte sich mit jungem Engagement im ländlichen Raum. Mithilfe von Tape bauten die Teilnehmenden Dörfer und Städte, verglichen deren Infrastruktur und sprachen über die besonderen Herausforderungen des Lebens auf dem Land.

In einem weiteren Workshop ging es um das politische Neutralitätsgebot. Anhand konkreter Beispiele erfuhren die Jugendlichen, welche rechtlichen Grundlagen für Vereine und Initiativen gelten und welche Handlungsmöglichkeiten sie bei ihrem Engagement haben.

Praktische Tipps erhielten die Teilnehmenden im Workshop zum Projektmanagement. Dort lernten sie, wie aus einer ersten Idee ein umsetzbares Projekt entsteht. Neben der Entwicklung eines Konzepts wurden auch die strukturierte Planung und die Ansprache möglicher Geldgeber behandelt.

Kreativ wurde es in einem TikTok-Workshop. Die Jugendlichen beschäftigten sich mit aktuellen Trends und Storytelling-Techniken und konnten eigene Ideen für Videos entwickeln.

Ein Teil der Gruppe besuchte außerdem die Neue Synagoge in der Oranienburger Straße. Bei einer Führung lernten die Jugendlichen die Geschichte des Gebäudes kennen und setzten sich mit jüdischen Traditionen und ihrer Entwicklung auseinander. Anschließend sprachen sie mit zwei Jugendlichen des Projekts „Meet a Jew“ über ihren Alltag und die Vielfalt jüdischen Lebens in Deutschland.

Am Freitag führte ein Außenforum einige Teilnehmende in das Jugend Museum in Berlin-Schöneberg. In einer interaktiven Ausstellung lernten sie historische und aktuelle Formen des Protests kennen. Gemeinsam diskutierten sie, welche Veränderungen sie wichtig finden, wofür sie sich einsetzen und wie Protest kreativ gestaltet werden kann.

Ein besonderer Höhepunkt war die gemeinsame Rallye am Samstag. Die gesamte Gruppe der Kulturenwerkstatt entschied sich für eine Route durch Neukölln, bei der es um die Berliner Infrastruktur, lokales Engagement und Hinduismus ging. Die Jugendlichen erfuhren, wie ehrenamtlicher Einsatz in der Nachbarschaft umgesetzt wird und welche Bedeutung Glaubensfreiheit und religiöse Vielfalt haben.

Zum Abschluss des Kongresses fand am letzten Abend eine gemeinsame Party statt. Nach den vielen Workshops, Gesprächen und Erlebnissen konnten die Jugendlichen zusammen feiern und die Tage in Berlin in entspannter Atmosphäre ausklingen lassen.

Der Jugendengagementkongress war für die Gruppe eine abwechslungsreiche und bereichernde Erfahrung. Die Jugendlichen lernten neue Menschen und unterschiedliche Perspektiven kennen und kehrten mit vielen Ideen für ihr eigenes Engagement nach Hause zurück.